Marcus Schettler Bauservice Kompetenzkartei Heidelberg - Stuttgart - Frankfurt

Im folgenden Artikel findest Du heraus, wie man von null auf ein Netzwerk aufbaut, dass Dich in allen Lagen unterstützt, dich pusht und mit den nötigen Kontakten versorgt.

Mit dem goldenen Löffel im Mund geboren

Meine Mitstreiter werden die folgenden Fragen sicher noch aus ihren Anfängen kennen. „Hast du die Million schon geknackt?“, „Kannst dir doch locker schon einen M6 leisten oder?“. Kaum ins Gewerbe eingestiegen und natürlich schon die dicke Kohle am Start.

Wir überspringen den Part der eisernen Anfänge und kommen gleich zur Sache. Nämlich zu der Vorstellung, dass selbst so ein mächtiges Wesen wie ein Bauunternehmer ein gut funktionierendes Netzwerk braucht. (Auf den Zusammenhang zwischen einem Hausbau und einem Netzwerk bin ich in meinem >>>letzten Beitrag schon näher eingegangen)

Mehr noch: Ohne Netzwerk kein Bauunternehmer!

Was der Mann von Welt heuztutage braucht:

  • Steuerberater

  • Anwalt

  • Architekt

  • Statiker

  • Rohbauer

  • Zimmermann

  • Dachdecker

  • Innenausbauer

  • Fensterbauer

  • Klima-Heizung-Sanitär

  • Energieberater

  • Bauträger

  • Investoren

  • Gerüstbauer

  • Baumaschinendienst

  • Kranverleih

  • Baustoffhändler (Extrem wichtig!)

  • Gutachter

  • Brandschutzsachverständige

  • Tiefbauunternehmer

  • Garten- und Landschaftsbauer

  • Versicherungsmakler

  • Kunden

Die Liste ist endlos. Aber auch unvollständig. Denn das sind nur die vordergründigen, weil absolut notwendigen Positionen, die Du in Deinem Netzwerk besetzen solltest.

Andere Bauunternehmer habe ich bewusst nicht mit in die Liste aufgenommen. Für die bist Du in erster Linie Konkurrenz und solange Du nicht zu einem wirklich günstigen Preis Deine Leistungen anbieten kannst, bist Du nicht interessant für Sie.

Gestandene Bauunternehmerm egal ob in Heidelberg oder sonst wo, sind lange im Geschäft und haben daher die besseren Quellen.

Und für 15€ / Std. willst Du Deine Leistungen nicht anbieten…

Die geheimen Erfolgsfaktoren in Deinem Netzwerk und wo Du sie findest

Jungunternehmer. Am besten solche, die sich für Deinen Bereich interessieren oder in ihm bereits arbeiten. Hier sind die Synergien am naheliegendsten. Aber auch gerade bei fachfremden Bereichen solltest Du ein offenes Auge und Ohr haben. Hier liegen Schätze vergraben. Man kann erst im Nachhinein die Punkte verbinden.

Jungunternehmer wie Du selbst einer bist, haben Energie, Engagement, verrückte Ideen und sind vielleicht in einigen Teilen weiter als Du. Unbedingt connecten!

Notiere: Suche Dir junge Mitstreiter.

Vertriebler. Jeder hat seine Stärken und Schwächen. Manche Leute können sich selbst gut verkaufen, wissen aber nicht, wie man eine Struktur drumherum aufbaut, die einen mit Kunden versorgt.

Multi Level Marketing ist seit Avon und Co. ein verhasstes Stiefkind der Unternehmerwelt, aber unglaublich erfolgreich. Suche Dir einen wirklich (!) erfolgreichen MLM-Menschen und lerne von ihm.

Das sind die reinsten Headhunter! Sie kategorisieren meist ganz klassisch in 1.Kunden 2.Partner 3. Freunde & Kollegen. Von diesen Gruppen suchen sie sich meist nur die besten heraus. Und sie verschwenden dabei auch keine Zeit.

Denn: Je effektiver ihre Vertriebsstruktur ist, desto besser läuft das Business. (Natürlich kann man auch 1000 Nichtskönner auf das Umsatz-Niveau von 100 Könnern hochskalieren.).

Vorallem haben sie meist Kontakt bis in die oberen Chefetagen hinein. Merken.

Zu den Vertrieblern (altdeutsch auch Außenhandelsvertreter genannt (schreckliches Wort)) gehören auch und gerade Deine besten Freunde die Baustoffhändler. Wenn Du Glück hast, kannst Du eine noch junge Firma mit ebenso jungen Mitarbeitern und Chefs auftun.

Die interessieren sich mehr für Deine Mission und sind gewillt Dich über die Maßen mit allem zu unterstützen. Immer dran denken: Wer kennt Deine Kunden?

Ex-Chefs. Ein befreundeter Unternehmer gab mir einst folgenden Rat: Spuck nie in eine Quelle, aus der du getrunken hast. Du weißt nie, ob du nicht wieder zu ihr zurückkehren wirst.

Jede Beziehung hat ihre Höhen und Tiefen. Versuche stets Dir einen guten Draht in irgendeiner Form zu Deinen Ex-Arbeitgebern zu erhalten. Vielleicht wird er ja in der Zukunft zum Auftraggeber…

Notiere: Suche Dir alte Hasen.

Köche (Hotels) und Rezeptionisten. Wer weiß sonst, wo Jason Derulo als nächstes absteigen wird? Vielleicht läufst Du hier ja ganz zufällig einem wichtigen Kontakt über den Weg?

Immobilienmakler. Warum ein eigenes Netzwerk aufbauen, wenn Du auf ein bestehendes zugreifen kannst? Das ist die Schnittstelle zu Deiner Zielgruppe. Ein Haus wird verkauft, eine Wohnung gekauft…Kennen Sie nicht zufällig jemanden für eine Renovierung?…Exakt. Bingo.

Notiere: Besetze Deine Schwächen mit Kompetenzen und versuche nicht, Deine Schwächen in Stärken zu verwandeln.

Die alles entscheidende Frage: Wie komme ich an die alle ran?

Falsche Frage.

Richtig: Wie können sie dich erreichen? Wenn Du rausgehst und aller Welt erzählst, was Du machst, kommen sie zu dir. Unterschätze nie den Wert eines aufstrebenden Bauunternehmers. Network buidling vice versa.

Die Kanäle des Erfolgs

Instagram. Überwiegend von „jungen“ Leuten genutzt. Thema Motivation ist hier ganz entscheidend. Genauso wie qualitativ hochwertige Bilder und Persönlichkeit.

Bau Deine Marke auf. Berichte aus Deinem langweiligen Büroalltag interessieren hier aber NIEMANDEN. Gar niemanden. Auch welche Kaffeesorte Dein Praktikant morgens süffelt, juckt keinen.

Baue Deine eigenen motivational templates, transportiere Deine Botschaft (ich hoffe, Du hast eine), verwende die richtigen hashtags, interagiere mit deiner Zielgruppe.

Wer deine Zielgruppe ist? Menschen. Jungunternehmer, Facebook Freunde, Bekannte, andere Bauunternehmer (gibt’s nicht viele von) und Architekten.

Instagram ist ein Segen, was nützliche Kontakte angeht. Hier können wahre Freundschaften entstehen 🙂

Facebook. Fast überflüssig zu erwähnen. Ziehe die Menschen von Insta auf Facebook. Freunde dich an. Die oben beschriebenen Gruppen werden dich mit steigendem Output selbst adden (ja es sind auch ein paar Golddigger dabei, die man nach und nach aussortieren muss 😉 ). Alles andere ergibt sich.

Wer will was von wem?

Puh. Genug Vorgeplänkel. Butter bei die Fische jetzt!

Wer. Will. Was. Von Wem? Das solltest Du beantworten, bevor Du das Thema wirklich professionell angehst.

Man mag hier kalte Berechnung unterstellen und manchmal sucht man sich batürlich gezielt Kontakte heraus, aber wenn man versteht, wie man wirklich ein Netzwerk aufbaut und was es zusammenhält, dann weiß man, dass es hier um mehr geht, als um kaltschnäuzige Abwägung der eigenen Vorteile.

Wer– bist Du? Was hast Du zu bieten?

Von wem– möchtest Du etwas? Welchen Backround hat diese Person? Am wichtigsten: Welches dringende Bedürfnis hat diese Person? (Kittelbrennfaktor)

Empathie. Ganz wichtig. Versetz dich in die Lage des anderen!

Aber ich will doch etwas haben, warum soll ich den ganzen Aufwand betreiben?

Wirf zuerst den Stein über den Zaun

Viel zitiert, aber wenig verstanden. Frag nicht, was jemand für dich tun kann, sondern frage, was Du für ihn tun kannst.

Praxisbeispiel aus eigener Erfahrung:

01.06.2015.

Gerade selbstständig gemacht, keine Webseite, kein Auto, nur eine Fanpage auf Facebook halte ich eine Liste mit Kontakten in den Händen. Von Architekten bis Investoren war alles dabei.

Zuerst die Architekten. Müssen ja direkt Interesse an mir haben? Falsch gedacht.

Beide Architekten haben sich meine Geschichte angehört. Einer hat sich sogar mit mir getroffen. Mehr Handwerker als Architekt, aber dennnoch freundlicher Kontakt.

Das Witzige: Mit meinem jetzigen Architekten habe ich genau 10 Minuten telefoniert, dann war die Verbindung unterbrochen. Rückruf wurde nicht angenommen. Whatsapp Nachricht Sorry, muss jetzt was essen :/

Dann ein halbes Jahr keinen Kontakt mehr.

Erst, als über Empfehlungen (Netzwerk) ein Neubauprojekt über 500.000€ reinschneite und ich ihn anfragte, ob Interesse an einer Zusammenarbeit bestünde, ward aufeinmal der schlafende Riese geweckt 🙂

Notiere: Zuerst den Stein über den Zaun werfen, dann fordern / bitten.

Baue Hebel und Maschinen

Das ist mithin der beste Tipp, den ich Dir geben kann. Eigentlich sollte ich ihn für mich behalten, aber er ist einfach zu…wahr! 😉

10.000€ können ein Hebel sein. Eine Vernissage mit Porsche kann ein Hebel sein. Eine Immobilie kann ein Hebel, aber auch eine Maschine sein. Ein Netzwerk ist eine Maschine, die Dich mit Kontakten, Aufträgen und vorallem (Insider-) Informationen beliefert.

Was auch immer Du machst, Du solltest hiernach IMMER Ausschau halten bzw. überlegen, wie Du einen Hebel oder eine Maschine bauen kannst.

Ausschlaggebend für´s erfolgreiche Kontakte knüpfen (Kompetenz im Netzwerk) ist es, Dir Hebel in Form von Veranstaltungen, Informationen, Angeboten, Kontakten zu schaffen, die Du Deinem Gegenüber, von dem Du etwas möchtest, anbieten kannst. Im Tausch gegen einen Gefallen.

Wenn Du in der Oberliga mitspielen willst, ist dieser Punkt entscheidend für die Geschwindigkeit mit der Deine Unternehmensrakete steigen wird. Ein wahrer Turboboost!

Dir wird die Telefonnummer vom einflussreichsten Menschen der ganzen Welt nichts nützen, wenn Du nicht weißt, was Du damit anfangen sollst. Jeder will etwas von erfolgreichen Menschen. Geld, Kontakte, Gefallen jedweder Art.

Komme bereits mit vollen Händen. Biete an. Zeige, dass Du die Bedürfnisse Deines Gegenübers verstanden hast. Und sei beständig. Das steigert deine Erfolgschancen erheblich!

Notiere: Kontakte baut man auf, wenn man sie noch nicht braucht. Denn wenn man sie braucht, ist es zu spät (Wen kannst Du nachts um 3 anrufen?- Harvey Mackay).

Wenn man den Stein zuerst anfordert oder: Das Gesetz der Reziprozität

Manchmal funktioniert es: Du kennst jemanden nicht wirlich, aber er tut Dir einen Gefallen. Sei Dir sicher, er wird irgendwann auf Dich zurückkommen. Darauf solltest Du vorbereitet sein und Dein Gefallenkonto checken.

Das größte Geheheimnis des Online Marketing: Geben.

Wenn ich freiwillig etwas schenke, ohne etwas zu verlangen, senkt das den Widerstand des Gegenübers enorm.

Widerstand macht hier den Unterschied zwischen kaufen und nicht kaufen aus bzw. einem Gefallen und keinem Gefallen aus

Nur etwas zu geben, um etwas zu bekommen, mag subtil und irgendwie falsch erscheinen.

Aber wir sind alle Unternehmer. Die Welt funktioniert so. Auch ohne diesen Beitrag ist das ein Naturgesetz. Tauschhandel. So alt wie die Menschheit. Das ist interkulturelle Kompetenz: Kommunikation zu seinem Vorteil zu nutzen.

Was ein Netzwerk im Innersten zusammenhält

Hast Du Dich schonmal gefragt, warum Deine besten Freunde das sind, was sie sind, nämlich Deine besten Freunde?

Sympathie, gemeinsame Erlebnisse, Ups und Downs, die selben Hobbys und Vorlieben, der selbe Humor und die gleichen Weltansichten…

All das verbindet. All das passiert in jeder Beziehung ganz natürlich. Ebenso natürlich kann man sich dieser Mechanismen auch bedienen und bewusst Übereinstimmung herbeiführen, aber on the long run gewinnt immer noch der gegenseitige Respekt und Sympathie.

Notiere: Gemeinsamkeiten verbinden. Finde Sie.

Claude Grunitzky- Der Netzwerker schlechthin, findet was Wort schrecklich und benützt lieber Inspiration, Hilfe, Beziehung. Zum Artikel in der >>>Capital

Daran ist was Wahres. Man begegnet sich und ist sich irgendwie grün. Persönliche Differenzen kann auch das Motiv Netzwerken häufig nicht überbrücken…

Wer immer nur gibt, wird ausgenommen (Ausnahmen inklusive)

Geben ist seliger, denn nehmen. Aber zum Glück sind wir nicht gläubig 😉

Checke Dein „Gefallenkonto“ und das Deines Gegenübers gelegentlich mal. Rechne nicht jeden Cent gegen den anderen auf. Bei Freundschaften macht man das ja auch nicht.

In der Regel gilt: Man kann immernoch 1 oder 2 Steine drauflegen.

Teil des Verhandelns -und das ist es häufig auch- ist es, sich nachkommen einer Bitte schonmal zu überlegen, wie der andere sich revanchieren könnte. Schließlich möchte man ja nicht unhöflich sein…Tauschgeschäft. So kann man sich viel Geld sparen.

Notiere: Wie kann der andere mir nützlich sein?

Zum Abschluss noch meine 3 besten Buchtipps zum Thema Networking

1.) Extrem hilfreiches Buch zum Thema Verhandeln

http://amzn.to/2b8efBr

2.) DAS Buch zum Thema: Harvey Mackay- Networking

https://www.amazon.de/Networking-Harvey-Mackay/dp/3430162572/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1471708259&sr=8-1&keywords=mackay+netzwerk

3.) Alex Fischer- Reicher als die XXXXX (Kapitel: Der Power-Netzwerker)

https://alex-fischer-buch.de/bestellen

Fazit

  • Suche Dir junge Mitstreiter.
  • Suche Dir alte Hasen.
  • Besetze Deine Schwächen mit Kompetenzen und versuche nicht, Deine Schwächen in Stärken zu verwandeln.
  • Zuerst den Stein über den Zaun werfen, dann fordern / bitten.
  • Gemeinsamkeiten verbinden. Finde Sie.
  • Wie kann der andere mir nützlich sein?

Wenn Du kein Geld hast, aber eine Idee, brauchst Du ein raketenmäßiges Netzwerk, dass sich schnell und zuverlässig um Deine Bedürfnisse kümmert.

Sorge dafür, dass Du im Gespräch bleibst und immer etwas anzubieten hast, was sonst nur wenige haben.

Komme mit vollen Händen und gebe in Hülle und Fülle.

Denken ans Fordern.

Vernetze Dein Netzwerk.

Hebel und Maschinen. Ganz wichtig.

Ziehe große Kreise. Über den Tellerrand schauen rockt!

Und vergiss dabei nicht: Hab Spaß dabei:)

 

Bis bald,

Marcus Schettler

P.s.: Eine Sache, die ich von Alex Fischer gelernt habe ist, gib alles, was Du hast. Gib immer Deine beste Antwort auf eine Frage und halte nichts zurück!

Die Mission: Der Bauunternehmer 4.0 3 gravierende Fehler, die Sie bei Ihrer Renovierung dringend umgehen müssen